Markt Erlbach, die Moschee und der „Turm“ im Bauausschuss

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In Markt Erlbach gibt es seit langem eine starke #moslemische Gruppe, die dort als „türkische Kulturgemeinde“ firmiert. Diese betreibt die bislang anscheinend einzige Moschee im Landkreis NEA-BW in einem angemieteten Gebäude. Jetzt hat man in Markt Erlbach am Lerchenfeld im Gewerbepark „Haidter Weg“ eine ehemalige Produktionshalle erworben, die nunmehr zu einer #Moschee umgebaut werden soll.

Die Gruppe ist ein Ableger der #DITIB, einer der größten sunnitisch-islamischen Organisationen in Deutschland. Die Fränkische Landeszeitung #FLZ benutzt in ihrem Artikel nur die Bezeichnung „Türkisch-Islamische Union“. Zufall oder nicht: das ist nur die halbe Wahrheit. Die korrekte Bezeichnung lautet: „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“. Die Organisation untersteht der Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen türkischen „Präsidium für religiöse Angelegenheiten“, die direkt und unmittelbar dem türkischen Präsidenten #Erdogan unterstellt ist.

Den DITIB-Gruppierungen in Deutschland werden #Imame (Vorbeter, Prediger, religiöse Anführer) zugeteilt, die an der staatlichen theologischen Hochschule ausgebildet wurden und faktisch Beamte des türkischen Staates sind. Insbesondere die Deutschland-Zentrale von DITIB steht im Fokus von Sicherheitsbehörden. Hinsichtlich DITIB gibt es zahlreiche Kontroversen zu den Themen #Antisemitismus#Islamismus#Integration, Anbindung an den türkischen Staat, #Armenien, etc.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der aktuelle #Religionskrieg in #Syrien von #sunnitischen Rebellen gegen die im Land herrschendenden #Schiiten initiiert wurde. Auch die #Terrorbande #Islamischer #Staat #IS #ISIS #Daesh beruht auf einer traditionalistischen Richtung des sunnitischen Islam (Wahhabismus).

So, nachdem wir hier einen allgemeinen Hintergrund beleuchtet haben, nun zum Bauantrag der DITIB in Markt Erlbach.

Einstimmig war der Bauausschuss mit einer Nutzungsänderung der Produktionshalle einverstanden.

Es gab jedoch zwei Kritikpunkte, nämlich das ebenfalls im Bauantrag enthaltene #Minarett🕌 und die Parkplatzfrage.

Laut der Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß (#FW) sei das 17 Meter hohe Minarett nur symbolisch, also quasi zur Dekoration der Moschee. Es sei angeblich nicht geplant, dass dort ein #Muezzin hinaufsteige und zum Gebet rufe. Da fragen wir uns doch glatt, woher die gute Frau Dr. Kreß das weiß?

Und ein Minarett hat tatsächlich eine symbolische Bedeutung, aber leider eine ganz andere, als dies Kreß zu wissen glaubt. Das Minarett ist nicht nur ein bauliches Beiwerk, es ist die Bühne des Muezzin, von der aus dieser mit seinem „Allah u akbar“ verkündet, dass es außer Allah keinen Gott gibt. Das Minarett ist im islamischen Verständnis ein Zeichen für einen Stützpunkt des Islam, ob nun mit oder Muezzinruf (siehe hierzu auch: http://bit.ly/2rbSJ7y).

Des Weiteren führte Dr. Kreß an, dass der „Turm“ vorerst gar nicht gebaut werde, da die finanziellen Mittel fehlten. Wieder die Frage, woher die Bürgermeisterin das weiß, und ob dies irgendetwas an der Sache ändert? Wenn in diesem Zusammenhang der Begriff „Turm“ benutzt wird, so versucht man hier von einer höchst problematischen Sache abzulenken.

Einzig Heinz #Schwemmer, wie Dr. Kreß von der #FWL, bezeichnete das Minarett als Ausschlusskriterium.

Angeblich führte allerdings der Umstand, dass für die Moschee nur sechs Stellplätze vorgeschrieben seien, zu einer weitaus größeren Diskussion im Bauausschuss, was ziemlich bedauerlich ist, da es gewisse Rückschlüsse auf das Problembewusstsein zulässt.

Schließlich ergab die Abstimmung eine Ablehnung des Bauantrags mit 6:3 Stimmen.

Für den Moscheebau mit Minarett stimmten Dr. Kreß, FWL, sowie #Mandel und #Rudolph (na, von wem wohl?), beide #spd.

Nach der Abstimmung durfte der Bauamtsleiter #Schlag gleich noch zum Besten geben, dass sowohl die Moschee als auch das Minarett von der #Bauordnung her zulässig seien. Es könne also sein, dass das #Landratsamt den Bauantrag trotzdem genehmige.

Na, da sind wir mal gespannt.

#MarktErlbach #NeaBwh